Unterwegs mit Jürgen Sedlmayr

I n d i e n

photography    J ü r g e n   S e d l m a y r


Indien 2004 - Unterwegs im indischen Himalaya

Spiti, Ladakh, Jammu und Kashmir

(Schneefall/Tourabbruch am Rohtang La Pass)

Planänderung – Ab nach Rajasthan und in die Wüste Thar

Das ehemalige Königreich Spiti war jahrzehntelang für ausländische Touristen gesperrt. Spiti, im Norden von Ladakh, im Osten von Tibet, im Westen von Lahoul und im Süden von Kalpa-Kinnaur begrenzt, hat sich über Jahrhunderte hinweg in seiner Abgeschiedenheit sein buddhistisch geprägtes Erbe bewahrt. Spiti wird einerseits durch fruchtbare Oasen und Täler, andererseits durch hohe Pässe, Mondlandschaften und wüstenähnliche Gebirgsketten geprägt. Die Trekkingtour 2004 von Jürgen und Manuela Sedlmayr war eine Reise in die Vergangenheit.

 

Allerdings durch unvorhersehbare Ereignisse, mussten die zwei Abenteurer, Ihre Tour an der Grenze vom Spitital abbrechen und komplett neu organisieren. Gewaltige Schneevorkommnisse zwängten die beiden, im indischen Himalaya, umzukehren. Trotz mehreren Versuchen über die Schnee bedeckten Pässe im Himalaya zu gelangen, kehrten die beiden Abenteurer um und schmiedeten neue Pläne. Von den kalten Bergen in Spiti, ging es über 2500 Kilometer durch Indien, in die Wüste "Thar". Tausende Eindrücke von unterwegs ergaben sich bis an die Grenze zu Pakistan - Jaisalmer, die Goldene Stadt, Traum aus Tausendundeiner Nacht. Wie eine Fata Morgana erhebet sich die Karawanenstadt aus der Wüste. Durch die lange Reise in Indien, mit dem allgegenwärtigen Wüstenstaub, glaubten die beiden tatsächlich in der orientalischen Märchenstadt "Jaisalmer" um 200 Jahre rückversetzt zu sein - eine Reise in die Vergangenheit.

 

Aus dem Tagebuch Indien 2004:

"18.10.04 - Nachdem wir unter Zeitdruck am nächsten Tag die wunderschöne Strecke bis zum Rohtang La Pass gefahren sind, kam das tatsächliche "Aus" für unsere Planung in den Norden zu kommen. Ein noch nie so früh eingesetzter Schnee hatte alles unter sich begraben. Wir hatten somit keine Chance, weiter zu fahren. Unsere Bemühungen einen Weg zu Fuß bis nach Keylong zu finden bzw. zu packen, waren aussichtslos. Vor uns war eine weiße Schneewand, die ca. 4-5 Meter hoch war. In diesem Moment war es uns bewusst, dass wir an dieser Stelle unseren Plan bzw. die ganze Tour umplanen mussten.

Da standen wir, zwei Pfälzer kurz vor dem Pass im Schnee, breiteten die Indien-Landkarte aus und schmiedeten neue Pläne. Nach einigen Überlegungen kamen wir zu dem Ergebnis, wenn zu viel Schnee und kein weiter kommen, dann wenigsten in die Wüste. So fanden wir auf dem linken Kartenrand die Wüste Thar, bei Pakistan. Uns war es klar, dass die 2500 Kilometer entfernte Wüste ein langer Weg sei, Landstraße und Schotterpiste pur!"

 

Anfahrt zum Rohtang La Pass, 3978m

 

Tourabbruch - Schneefal am Vortag war zu heftig!

 

Nächstes Ziel: Die Wüste Thar in Rajasthan, 2500 Kilometer entfernt!



Indien

Indien ist ein Staat in Südasien, der den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Indien ist eine Bundesrepublik, die von 29 Bundesstaaten gebildet wird und außerdem sieben bundesunmittelbare Gebiete umfasst. Der Eigenname der Republik lautet in den beiden landesweit gültigen Amtssprachen Bhārat Gaṇarājya (Hindi) und Republic of India (engl.).

 

Der Himalaya bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet. Indien grenzt an Pakistan, das chinesische Autonome Gebiet Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar (Birma) und Bangladesch. Weitere Nachbarstaaten im Indischen Ozean sind Sri Lanka und die Malediven. Hinsichtlich der Landesfläche gehört Indien zu den zehn größten Ländern.

 

Der multiethnische Staat ist mit über 1,3 Milliarden Einwohnern (2015) nach der Volksrepublik China (fast 1,4 Mrd.) das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde und somit die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt. Bei gleichbleibend hohem Bevölkerungswachstum könnte Indien im Jahr 2020 noch vor China bevölkerungsreichstes Land der Erde sein. Durch fortschreitende Modernisierung und Urbanisierung sinkt die Geburtenrate bereits. Hauptstadt Indiens ist Neu-Delhi, Teil der Metropole Delhi; weitere Ballungsräume sind auch Mumbai, Kalkutta, Chennai, Bangalore, Hyderabad, Ahmedabad und Pune.

 

Die natürliche Grenze im Norden und Nordosten bildet der Himalaya, das höchste Gebirge der Welt, das im äußersten Nordwesten durch das Hochtal des Indus vom Karakorum getrennt wird. Südlich an den Himalaya schließen sich die breiten, fruchtbaren Stromebenen der Flüsse Ganges und Brahmaputra an. Im Westen geht das Stromland des Ganges in die Wüste Thar über, die im Osten und Süden vom Aravalligebirge begrenzt wird. Südlich davon liegen die Sümpfe des Rann von Kachchh sowie die Halbinsel Kathiawar. Den Nordosten Indiens, einschließlich der Brahmaputra-Ebene, verbindet nur ein schmaler Korridor zwischen Bangladesch und Nepal bzw. Bhutan mit dem übrigen Land. Die Nordostregion wird durch das bis zu 3800 Meter hohe Patkai- oder Purvachalgebirge von Myanmar sowie das knapp 2000 Meter hohe Khasigebirge von Bangladesch abgeschirmt.

 

Höchster Punkt Indiens ist der Berg Kangchendzönga mit 8586 Metern Höhe. Er liegt im äußersten Westen Sikkims; über ihn verläuft die Grenze zu Nepal. Der höchste vollständig auf indischem Gebiet liegende Berg ist die Nanda Devi mit 7822 Metern. Der tiefste Punkt ist die zwei Meter unter dem Meeresspiegel gelegene Kuttanad-Senke an der Malabarküste.

 



Religionen

In Indien entstanden vier der großen Religionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Der Islam kam infolge von Handel und Eroberungen durch das Mogulreich, das Christentum durch frühe Missionierungen im ersten Jahrhundert und dann durch den Kolonialismus, der Zoroastrismus (Parsismus) aufgrund von Einwanderungen ins Land.

 

Indien bietet also eine außerordentlich reichhaltige Religionslandschaft. Obwohl der Buddhismus über Jahrhunderte die bevorzugte Religion war, starb der Hinduismus nie aus und konnte seine Stellung als dominierende Religion langfristig behaupten. Im Mittelalter brachten indische Händler und Seefahrer den Hinduismus bis nach Indonesien und Malaysia. Obwohl Indien bis heute ein hinduistisch geprägtes Land ist, hat Indien nach Indonesien und Pakistan die weltweit drittgrößte muslimische Bevölkerung (etwa 140 Millionen), und nach dem Iran die zweitgrößte Anzahl von Schiiten.

Die Religionen verteilen sich nach der Volkszählung 2011 wie folgt: 79,8 % Hindus, 14,2 % Muslime, 2,3 % Christen, 1,7 % Sikhs, 0,7 % Buddhisten, 0,4 % Jainas und 0,7 % andere (zum Beispiel traditionelle Adivasi-Religionen, Bahai oder Parsen). Insgesamt 0,2 % der Inder gaben bei der Volkszählung keine Religionszugehörigkeit an bzw. gaben an, ohne Religion zu sein.

Lord Krishna



 

Indien 2004 - Mit dem Jeep 3200 Kilometer auf Landstraße durch Indien

 

Reiseverlauf

Die Indien Tour

Teilstrecke von

Dehli nach Dharamsala

Teilstrecke von

Dharamsala nach Jaisalmer

Teilstrecke von

Jaisalmer nach Dehli



Delhi          दिल्ली

Delhi  ist eine Metropole im Norden Indiens und als Nationales Hauptstadtterritorium Delhi ein direkt der indischen Zentralregierung unterstelltes Unionsterritorium. Delhi schließt mit Neu-Delhi die indische Hauptstadt ein.

 

Das Unionsterritorium untersteht direkt der indischen Zentralregierung, wobei ihm seit 1992 durch einen Sonderstatus ein gewisses Maß an Selbstverwaltung zusteht. So hat Delhi ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung, der ein vom Parlament gewählter Chief Minister vorsteht. Das Hauptstadtterritorium Delhi ist seit 2012 in elf Distrikte unterteilt. Auf kommunaler Ebene untersteht Delhi keiner einheitlichen Stadtverwaltung, sondern ist in die fünf Statutarstädte North Delhi, South Delhi, East Delhi, Neu-Delhi und Delhi Cantonment unterteilt, die jeweils eine eigene Stadtverwaltung besitzen. North Delhi, South Delhi und East Delhi entstanden 2012 durch Dreiteilung der aufgelösten Delhi Municipal Corporation.

 

Delhi ist mit ca. 11 Millionen Einwohnern (Volkszählung 2011) im urbanen Teil der 2012 aufgelösten Municipal Corporation of Delhi und 16,8 Millionen im Hauptstadtterritorium (Volkszählung 2011) jeweils nach Mumbai die zweitgrößte Stadt und die zweitgrößte Agglomeration Indiens und gehört weltweit zu den Megastädten.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

> India Gate (offiziell All India War Memorial/Vorbild von Arc de Triomphe)

> Rotes Fort (Delhis größtes Bauwerk/ monumentale Bauwerk)

> Jama Masjid (Indiens größte Moschee)

> Qutb Minar (Eiserne Säule/Bauwerk)

> Hazrat Nizamuddin (Stadtteil Nizamuddin)

> Humayun-Mausoleum (Mogul-Grab)

> Rajghat (Mahatma Gandhi Denkmal)

> Lotustempel (Haus der Andacht)

> Akshardham (hinduistischer Tempelkomplex)

… und viele mehr!

Delhi ist ein nationaler und internationaler Verkehrsknotenpunkt mit Autobahnen, Überland-Busterminals, Eisenbahnlinien, einer U-Bahn und zwei Flughäfen. Die internationalen Flüge landen auf dem 23 Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum liegenden Indira Gandhi International Airport, die Inlandsflüge auf dem 15 Kilometer südwestlich der Stadt gelegenen Domestic Airport.

Hanuman

Mit Gulf Air von Frankfurt über Macat nach Dehli

 

 

Das India Gate ist ein Triumphbogen in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi

 

 

Kleiner Markt in Neu-Dehli



Unterwegs in Richtung Shimala

Shimla ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Himachal Pradesh

Shimla, 2103m          शिमला

Shimla ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Himachal Pradesh sowie des gleichnamigen Distrikts in 2103 m Höhe. Die im Süden des Distrikts auf einem Bergrücken des mittleren Himalaya gelegene Stadt zählt rund 170.000 Einwohner (Volkszählung 2011). Etwa 20 km von Shimla entfernt befindet sich der zugehörige Flughafen. Shimla ist Universitätsstadt.

 

Der Name wurde nach der Hindu-Göttin Shyamala Devi, einer Reinkarnation der Göttin Kali benannt.

 

Der Ort gehörte früher zum nepalesischen Königreich und hieß Shyamala. Er wurde 1819 von den Briten in Besitz genommen. Von 1834 bis 1939 zog die gesamte jeweilige Kolonialregierung Britisch-Indiens (zuerst von damaligen Kalkutta, später von Neu-Delhi) in den Sommermonaten in die kühle Höhe Shimlas. Shimla wurde Teil einer Inszenierung britischer rassistischer Überlegenheit. Bis zum Bau der Eisenbahn vollzog sich dieser Umzug als eine Karawane mit zweispännigen Tongas, die in acht Stunden die Fahrt durch die Hügellandschaft von Kalka nach Shimla zurücklegte. Seit 1903 ist der Ort mit der Kalka-Shimla-Strecke an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

 

Traditionell blieb es während der britischen Kolonialzeit dem Vizekönig von Indien, dem britischen Oberbefehlshaber der Indischen Armee und dem Gouverneur des Panjab vorbehalten, in Shimla eine Kutsche, später ein Auto zu benutzen, während die übrige Kolonialgesellschaft Rikschas für den Personentransport und Ochsenkarren für den Gütertransport benutzte. Mit ihnen wurden auch die Luxusgüter für die Kolonialgesellschaft zu legendären Banketten geschafft, um vornehme Bälle im Stil der viktorianischer Gesellschaft zu feiern.

 

Shimla war 1914 Schauplatz der britisch-chinesisch-tibetischen Verhandlungen, die in die Shimla-Konvention über die Grenze zwischen Tibet und Britisch-Indien entlang der McMahon-Linie mündeten.

 

Nach der Unabhängigkeit und nach dem Bangladesch-Krieg unterzeichneten 1971 der pakistanische Staatspräsident Zulfikar Ali Bhutto und die indische Premierministerin Indira Gandhi hier das Shimla-Abkommen, in dem die Waffenstillstandslinie in Kaschmir zwischen Indien und Pakistan als „Line of Control“ festgeschrieben wurde.

 

← Fußgängerzone in Shimala

 



Mandi, 756m          मंडी

Mandi ist eine Stadt im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Sie bildet das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Distrikts. Beim Zensus 2011 betrug die Einwohnerzahl 26.422. Mandi liegt auf einer Höhe von 756 m im Vorderen Himalaya. Die Stadt liegt am linken Flussufer des Beas an der Einmündung des linken Nebenflusses Suketi Khad.

 

Die Stadt wurde im Jahr 1527 als Hauptstadt des Fürstenstaats Mandi gegründet.

 

Die Fernstraße NH 21 verbindet Mandi mit dem südlich gelegenen Bilaspur. Flussaufwärts führt der Highway ins Kullutal nach Manali. Der NH 70 führt von Mandi nach Westen zur Stadt Hamirpur. Der NH 20 führt nach Nordwesten zur Stadt Dharmshala.

 

Manikaran, 1760m

Manikaran liegt im Parvati-Tal am Fluss Parvati , nordöstlich von Bhuntar im Kullu-Bezirk von Himachal Pradesh . Es ist auf einer Höhe von 1760 m und liegt etwa 35 km von Kullu entfernt.

 

Diese kleine Stadt lockt Touristen besuchen Manali und Kullu zu seinen heißen Quellen und Pilgerzentren. Hier wurde auch eine experimentelle Geothermie Anlage aufgebaut.

 

Manikaran ist ein Wallfahrtsort für Hindus und Sikhs →

buddhistisches Kloster am  Rewalsar See



Unterwegs von Manikaran nach Manali

... kurz vor Manali auf der Hauptstraße

Manali ist ein Ausgangspunkt für Hochgebirgstouren

Manali, 1949 m          मनाली

Manali ist eine Stadt mit einer Bevölkerung von 8096 Einwohnern (Zensus 2011) im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh am Nordende des Kullutals. Die bedeutende Basisstation in der Gebirgsregion gehört verwaltungstechnisch zum Distrikt Kullu.

 

Manali liegt in einer Höhe von 1949 m am Fluss Beas, 40 km nördlich der Stadt Kullu und 50 km südlich des Rohtang-Passes. Die Stadt ist aufgeteilt in das heutige moderne Markt- und Touristenzentrum Manali, die alte Poststation „Duff Dunbar“ der Briten rechts der Beas, das inzwischen komplett bebaute Aleo am linken Beas-Ufer, und das ursprüngliche „Old Manali“, etwa 2–3 km nordwestlich oberhalb des Manalsu Nalla malerisch auf einem Hügel gelegen mit Obstgärten, traditionellen Stein- und Lehmhäusern und frei laufendem Vieh.

 

Manali bedeutet wörtlich „Heimat des Manu“. Manu war ein mythischer König, der der Sage nach überlebte, als die Welt von der großen Flut heimgesucht wurde. Einer Version nach fiel seine Arche nach der Flut bei Manali auf festen Grund, und Manu wurde zum Urvater der Menschheit.

 

Die Region von Manali gilt als heilig und Hindus pilgern von weither zu den heiligen Stätten, vor allem zur Tempelanlage der Göttin Hidimba Devi im tausendjährigen Zedernwald von Dhungri.

 

Manali liegt am Anfang einer alten Handelsstraße nach Ladakh und von dort weiter über den Karakorumpass nach Yarkant und Khotan in das Tarimbecken. Heute ist Manali Ausgangspunkt des strategisch wichtigen National Highway nach Ladakh („Manali Leh Road“).

 

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Manali interessant für britische Offiziere, die sich nach ihrer Pensionierung in das damals abgeschlossene Kullutal zurückzogen. Noch heute sind die Nachfahren des Col. Bannon in Manali bedeutend. Vor allem seit dem verstärkten Terror im Kaschmirtal 1989/90 explodierte die Tourismus-Infrastruktur in Manali.

 

Manali ist heute ein beliebtes Touristenziel im Himalaya und einer der Bergsteiger-Hauptorte Asiens mit Sitz des Western Himalayan Institute of Mountaineering and Allied Sports. Auf Grund des milden Sommerklimas und seiner berühmten Tempel ist es vor allem Zielort für indische Touristen und Ausgangspunkt für Hochgebirgstouren und sportliche Aktivitäten indischer und ausländischer Touristen.



Rohtang La Pass, 3978m          रोहतांग दर्रा

Der Rohtang-Pass (deutsch „Leichenberg“) ist ein strategisch wichtiger Gebirgspass in Nord-Indien im Inneren des Himalaya-Gebirges auf der Route des Manali-Leh-Highways.

 

Er befindet sich im Bundesstaat Himachal Pradesh und verbindet das obere Flusstal des Beas im Süden (Kullutal) mit demjenigen des Chandra, eines Quellflusses des Chenab, im Norden. Der Pass erreicht offiziell eine Höhe von 3978 m über dem Meeresspiegel  und liegt etwa 50 km nordöstlich der Stadt Manali.

 

Über ihn führt eine nur in den Sommermonaten befahrbare Straßenverbindung, der National Highway, die das nordwestindische Punjab mit den Berg- (und Grenzregionen) von Ladakh verbindet. Der Pass ist sowohl Wetter- als auch Kulturscheide, indem er die eher feuchten, monsunbestrichenen hinduistisch geprägten Regionen des Hügel- und Mittellands von den buddhistisch geprägten wüstenartigen Hochgebirgsregionen des Himalaya trennt.

 

Der Pass wird je nach Witterungslage in den Wintermonaten, die von Oktober bis Juni dauern können, gesperrt. Bis zur Öffnung im Juni (in Extremfällen auch Ende Mai) vergehen meist vier bis sechs Wochen, in denen die im Sommer als Straßenbautrupps eingesetzten Arbeiter den Pass von den Schneemassen befreien. Am Fuß des Rohtang ist im Winter ein kleines Skigebiet, welches ein beliebter Ausflugsort insbesondere für Hochzeitsgesellschaften ist.

 

Seit Frühjahr 2010 wird auf 3100 m Höhe ein 8,8 km langer hufeisenförmiger Tunnel mit zwei Fahrstreifen gebaut. Unter der Hauptfahrbahn wird ein Fluchttunnel in den Tunnelquerschnitt integriert. Die Fertigstellung ist für Ende 2015 geplant.    

                                  … kein "Weiterkommen" und Tour-Abbruch

... 12 km vor dem Rohtang La Pass

Shop für Ausrüstungsverleih (warme Jacken & Mäntel)

 

… unser Jeep ca. 4 Kilometer vor dem Rohtang La



Teilstrecke von

Manali zum Rohtang La

Rohtang La bis nach Dharamsala



Dharamsala, 1279m          धर्मशाला

Dharamsala ist eine Stadt im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh im Distrikt Kangra, dessen Verwaltungssitz sie seit 1852 ist. Die Stadt hat eine Fläche von 29 km² und hatte beim Zensus 2011 22.579 Einwohner.  Einschließlich Vororten liegt die Einwohnerzahl bei 30.764.

 

Dharamsala liegt am Fuße der Dhauladhar, der ersten hohen Himalaya-Kette. Die Stadt wurde 1848 von England annektiert, und ein Jahr später wurde eine Garnison gegründet. Auf der ersten Hügelkette errichteten die Briten einen Bergort („Hill Station“) als Sommerresidenz (McLeod Ganj).

 

Dharamsala ist aufgeteilt in Upper Dharamsala und Lower Dharamsala. Aufgrund der Höhendifferenz liegen beide Ortsteile getrennt. Für kleinere Fahrzeuge (Riksha, Minivan, Jeep) und Fußgänger besteht eine direkte aber steile etwa zwei Kilometer lange Verbindung. Pkw, Lkw und Busse müssen eine rund neun Kilometer lange, kurvenreiche Straße zwischen den Teilorten benutzen.

 

In Dharamsala befindet sich die 1961 vom 14. Dalai Lama gegründete medizinische Fakultät Men-Tsee-Khang, die nach der 1916 vom 13. Dalai Lama in Lhasa gegründete medizinische Fakultät benannt wurde.  Tenzin Choedrak, der bekannteste unter den jeweils vier Leibärzten des Dalai Lama, war Direktor des Men-Tsee-Khang/Dharamsala.



14. Dalai Lama          ལྷ་མོ་དོན་འགྲུབ

Tenzin Gyatso (gebürtig Lhamo Döndrub) 6. Juli 1935 in Taktser, Provinz Amdo, Osttibet ist der 14. Dalai Lama.

 

Er ist buddhistischer Mönch und Linienhalter der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Er befürwortet die Rime-Bewegung. Ab seiner Inthronisierung war er, wie alle Dalai Lamas zuvor, Oberhaupt der tibetischen Regierung und gilt als geistliches Oberhaupt der Tibeter. 2011 trat er von seinen politischen Ämtern zurück. 1989 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

Formelle Bezeichnung ist, in Anlehnung an die Anrede vergleichbarer religiöser Würdenträger, auf Deutsch Seine Heiligkeit bzw. bei direkter Anrede Eure Heiligkeit, Tibeter nennen ihn Kundün (Yishi Norbu) (tibet. „Wunscherfüllendes Juwel“) oder Gyelwa Rinpoche.

 

Tenzin Gyatso ist der Mönchsname des jetzigen Dalai Lama. Er wurde am 6. Juli 1935 mit dem Namen Lhamo Döndrub in Taktser, einem Dorf in der tibetischen Provinz Amdo im Nordosten Tibets, als zweiter Sohn der Bauernfamilie Dekyi Tshering und Chökyong Tshering geboren. Seine Mutter brachte insgesamt 16 Kinder zur Welt, von denen sieben die Kindheit überlebten. Tenzin Gyatso hat vier Brüder – Thubten Jigme Norbu (Reinkarnation des Taktser Rinpoche), Gyalo Thöndrup, Lobsang Samten und Tenzin Chögyel – sowie zwei Schwestern: Tshering Dölma und Jetsün Pema. Seine Schwester Tshering Dölma und seine Brüder Lobsang Samten und Thubten Jigme Norbu sind inzwischen verstorben.

 

Im Alter von knapp zwei Jahren wurde er von vier Mönchen anhand einer Vision des Regenten, von Orakelsprüchen und anderen Vorzeichen als Wiedergeburt des 1933 verstorbenen XIII. Dalai Lama aufgefunden. Berichtet wird, dass das Kleinkind sowohl einen als Diener verkleideten hohen Lama spontan als „Lama aus dem Kloster Sera“ erkannte als auch etliche Gegenstände aus dem Besitz des 13. Dalai Lama, die neben ähnlichen aufgelegt waren, als sein Eigentum an sich nahm.

 

Lhamo Döndrub musste zunächst vom Provinzgouverneur durch erhebliche Bestechungssummen freigekauft werden, was nahezu zweijähriger Verhandlungen bedurfte, und langte mit etwa vier Jahren in Lhasa an, wo er im Rahmen des Neujahrsfestes am 22. Februar 1940 im Potala als 14. Dalai Lama durch die Sitringasol-Zeremonie inthronisiert wurde. Sein neuer Name lautete damit Jetsün Jampel Ngawang Lobsang Yeshe Tenzin Gyatso – „Heiliger Herr, gütiger Herr, mitfühlender Verteidiger des Glaubens, Ozean der Weisheit“. Tibeter sprechen vom Dalai Lama normalerweise als Yishin Norbu („alle Wünsche erfüllender Edelstein“) oder einfach als Kundün (Gegenwart).

 

Von 1946 bis 1950 hielt sich der österreichische Bergsteiger und Abenteurer Heinrich Harrer in Lhasa auf und freundete sich ab 1948 mit dem jungen Dalai Lama an, für den er filmte, fotografierte und den er in der westlichen Form des Rechnens sowie in Englisch und Geografie unterwies.

 

Am 17. November 1950 wurde dem damals 15-jährigen Dalai Lama die weltliche Herrschaft über Tibet übertragen, er musste sich aber angesichts der offenbar aussichtslosen Lage unter der Bedrohung Tibets durch die Volksrepublik China zu dieser Zeit mitsamt seinem Regierungsstab unverzüglich nach Dromo, unmittelbar an der indischen Grenze, in Sicherheit bringen. Harrer begleitete ihn noch bis März 1951 und brach dann nach Europa auf. Der Dalai Lama kehrte im Sommer nach Lhasa zurück, um gemäß einem Abkommen mit den Chinesen seine religiösen Funktionen wieder aufzunehmen.

 

Jürgen & Manuela Sedlmayr mit Richard Gere in Dharamsala

 

 

Richard Gere ist einer der berühmtesten Buddhisten der Welt und enger Freund und Schüler des Dalai Lama. Der protestantisch erzogene Gere bekam auf einer Nepal-Reise 1978 einen bleibenden Eindruck von der östlichen Spiritualität.

 

Seit Anfang der 1990er Jahre bekennt er sich zum Buddhismus. Zeitweise lebt er in einem Haus in Dharmshala, dem Exilsitz des geistlichen Oberhaupts des tibetischen Buddhismus. 1987 gründete Gere das Tibet-Haus in New York.

↑  Exilsitz in Dharamsala von "Seiner Heiligkeit   

   Tenzin Gyatso - der 14. Dalai Lama"

 

 

Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama
     Tenzin Gyatso