Unterwegs mit Jürgen Sedlmayr

N e p a l  /  M u s t a n g

photography    J ü r g e n   S e d l m a y r


P i l g e r r e i s e   n a c h   M u k t i n a t h

mit Sadhu "Ram Narayan das Bairagi"

Mustang (auch Mustan) war ein unabhängiges buddhistisches Königreich im Himalaya. Es gehört heute zu Nepal und bildet den nördlichen Teil des nepalesischen Distrikts Mustang. Der Name ist nepalesischen Ursprungs. In der Landessprache wird das Land Lo (Süden) genannt.

 

Mustang liegt zwischen den nepalesischen Distrikten Dolpo, Myagdi und Manang und grenzt an Tibet.

 

Von Kathmandu über Pokhara mit einem Propellerflugzeug ging die außergewöhnliche Tour mit dem Sadhu Ram Narayan das Bairagi aus "Pashupatinath" zum Ausgangspunkt nach "Jomosom". Von diesem kleinen Himalayadorf führte die Pilgerreise bis hoch nach "Muktinath", zu den heiligen Städten der Hindus und Buddhisten.



Die Anreise von Frankfurt über Mascat nach Kathmandu


K a t h m a n d u / N e p a l

Kathmandu (früherer Name Kantipur) ist eine Großstadt in Asien. Sie ist die Hauptstadt des Staates Nepal. Mit ca. 1 Million Einwohnern (2011)ist sie die größte Stadt des Landes und zudem Sitz der SAARC (Südasiatische Vereinigung für regionale Kooperation).

 

  Kathmandu liegt im Zentrum des dicht besiedelten Kathmandutales, einem in 1300 m Höhe liegenden Talkessel von etwa 30 km Durchmesser. Mit den benachbarten größeren Städten im Tal, Lalitpur (Patan), Bhaktapur, Madhyapur Thimi, Kirtipur und zahlreichen kleineren Städten und Gemeinden bildet es einen Ballungsraum von rund 2,5 Millionen Einwohnern.

 

  Die umliegenden Berge haben Höhen zwischen 2.000 und 2.700 m. Im Norden, und mehr noch im Westen, haben die Ausläufer der sehr dicht gebauten Stadt den Fuß dieser Berge schon erreicht. Die Stadt erstreckt sich an der Nordseite des Bagmati. Der Kernbereich liegt zwischen den Flüssen Vishnumati und Dhobi Khola. An der Südseite des Bagmati liegt die Schwesterstadt Lalitpur (Patan).

 

  Das Wasser der im Kessel zusammenlaufenden Flüsse wird einzig über den Hauptfluss Bagmati durch eine Schlucht nach Süden abgeführt, durch die sonst keine Verkehrswege führen. Die wichtigste und bislang noch einzige Verkehrsanbindung an das übrige Land erfolgt über einen Pass im Westen der Stadt.

 

  Die extremen Monsunniederschläge führen alljährlich zu zahlreichen Erdrutschen, so dass Kathmandu immer wieder für einige Tage von der Außenwelt abgeschnitten ist. Eine zweite Straßenverbindung in den Terai, beginnend in Dhulikhel, etwa 30 km östlich von Kathmandu, ist seit 1997 im Bau und annähernd fertiggestellt. Die prekäre Anbindungssituation der Stadt wird damit deutlich verbessert werden.

 

  Der Araniko Highway führt über Bhaktapur und Dhulikhel bis zur Sino-Nepal Freundschaftsbrücke an der Grenze zu Tibet. Der Highway ist seit Jahren aufgrund von Erdrutschen und schlechtem Zustand auf dem letzten Teilstück bis zur Grenze mit der Volksrepublik China insbesondere während der Regenzeit häufig nicht befahrbar.  Im weiteren Verlauf auf chinesischer Seite ist die Straße als Friendship Highway nach Lhasa durchgehend befestigt und ausreichend ausgebaut.

 

  Die Altstadt ist geprägt von hinduistischen Tempeln, insbesondere am Durbar Marg; weitere wichtige religiöse Bauwerke und Heiligtümer finden sich in den äußeren Bezirken der Stadt: Pashupatinath und buddhistische Stupas und Heiligtümer (u. a. Bodnath, Swayambhunath, Budhanilkantha).

 

  Die Altstadt hat eine extrem hohe Bebauungsdichte, verfügt aber weitgehend noch über die ursprüngliche Blockstruktur mit der für die Stadt typischen Innenhofbebauung (Bahal), z. B. Bhagwati Bahal, Khache Bahal, Om Bahal u. v. a. Die ruhigen, großen Bahals sind in der Regel nur durch schmale, niedrige und unscheinbare Zugänge zu erreichen und bilden einen starken Kontrast zum dichten Gedränge und Lärm in den Gassen.

 

Das Tal mit den drei Königsstädten Kathmandu, Patan und Bhaktapur wird von der UNESCO seit 1979 als Weltkulturerbe eingestuft.



Besprechung im Tempel von Pashupatinath

mit Sadhu "Ram Narayan das Bairagi"

Seit über 10 Jahren gehört Sadhu "Ram Narayan das Bairagi" zum Freundeskreis von Jürgen Sedlmayr. Eine der wichtigsten Tour erlebten die Abenteurer gemeinsam 2006 in Mustang/Himalaya.

 

 Von Kathmandu über Pokhara mit einem Propellerflugzeug ging die außergewöhnliche Tour mit dem Sadhu Ram Narayan das Bairagi aus "Pashupatinath" zum Ausgangspunkt nach "Jomosom". Von diesem kleinen Himalayadorf führte die Pilgerreise bis hoch nach "Muktinath", zu den heiligen Städten der Hindus und Buddhisten.

 

  Dieser heilige Hinduort ist für jeden Sadhu ein ganz großer Traum. Die zwei Abenteurer Manuela und Jürgen Sedlmayr fotografierten den Sadhu "Ram Narayan" während der Tour/Pilgerreise bei der Meditation und im täglichen Leben. Trotz der schwierigen Konversation war es gewiss eine ungewöhnliche Zeitreise mit spannenden, phantastischen und wunderbaren Situationen.

 

  Die Pilgerreise war bereits ein Jahr zuvor geplant und mit dem Sadhu abgesprochen. Die abschließende Besprechung erfolgte mit einem Übersetzer in Kathmandu und am Vorabend, bevor die Pilgerreise losging,  in Pokhara.



HIMALAYA    EXPERIENCE

P i l g e r r e i s e   n a c h   M u k t i n a t h

Unterwegs mit Jürgen Sedlmayr

Die Anreise

Die Pilgerreise

... mit  Ram Narayan das Bairagi



... von Kathmandu nach Pokhara

Ankunft in Pokhara                                          पोखरा

Pokhara (Nepali पोखरा Pokharā) ist eine Stadt in Nepal ca. 200 km westlich von Kathmandu, ziemlich genau im geografischen Mittelpunkt des Landes.

 

  Im Süden grenzt sie an den Phewa-See (4,4 km², knapp 800 m ü. NN, zweitgrößter See Nepals), im Norden an den südlichen Ausläufer des Annapurnamassives bei ca. 1000 m ü. NN. Mit 313.841 Einwohnern (2011) ist Pokhara die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie ist Verwaltungssitz des Kaski-Distriktes, der Verwaltungszone Gandaki und der Entwicklungsregion Mittelwest.

 

  Pokhara ist eine relativ moderne Stadt und hat an sich nur wenige bauliche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Am interessantesten im Stadtgebiet ist die Altstadt im Norden (Purano Bazar, Bagar), wo noch viele alte Handelshäuser im Newari-Stil erhalten sind. Dort treffen auch ab und zu noch Karawanen aus Mustang ein.

 

  Auf einem Bergrücken an der Südseite des Phewa-Sees befindet sich die moderne Friedens-Stupa (1113 m ü. NN), von der sich ein schöner Rundblick über See, Stadt und Bergwelt bietet. Sehenswürdige Tempel im älteren Teil der Stadt sind auch der Bindhyabasini Mandir im alten Basar und der Bhimsen Mandir mit erotischen Schnitzereien; dann gibt es noch den Varahi Mandir auf einer kleinen Insel im Pewa-See.

 

  Am See, nicht einsehbar im Touristengebiet, befindet sich auch die Sommerresidenz des Königshauses. Das heutige Stadtzentrum befindet sich auf etwa halbem Wege zwischen dem See und der Altstadt. Einen Ausflug wert ist auch eine Wanderung oder Fahrt hinauf zum knapp 1600 m hohen Sarangkot, dem „Hausberg“ der Stadt, von dem sich eine atemberaubende Aussicht auf das Annapurnamassiv bietet.

 

  Vom südlichen Stadtrand und von den umliegenden Bergen bietet sich eine außergewöhnliche Aussicht auf den nahen Himalaja-Hauptkamm mit den drei Achttausendern (Dhaulagiri, Annapurna, Manaslu), sowie zu dem zum Annapurnamassiv gehörenden „Matterhorn des Himalaja“, den Stadtbild beherrschenden Machapuchhre (Nepali-Schreibweise: maachhaapuchchhare o. maachhaapuchchhre („Fischschwanz“)) mit knapp 7000 m. Diesen Namen hat der Berg wegen seiner kleinen Doppelspitze, die allerdings nicht von der Stadt aus zu erkennen ist.

 

  Das moderne Stadtzentrum befindet sich an der Chiple Dhunga und am Bhimsen Chok (Mahendrapul). Erstere kann man als die Hauptgeschäftsstraße bezeichnen, obwohl es einige weitere Geschäftsstraßen in anderen Teilen der Stadt gibt. Aber hier findet sich eine Mischung aller Geschäfte und Dienstleistungen, die man mit einem Zentrum verbindet. Der Name „chiple dhunga“ bedeutet „glatter Stein“ und rührt von einem auffälligen glatten Felsen, den man an einer Straßenseite beim Bau der Straße belassen hat. Der Bhimsen Chok (früher Mahendrapul) wird von der Querstraße am östlichen Ende der Chiple Dhunga gebildet. Der Name Mahendrapul kommt von der nahe gelegenen Brücke (pul) über die in der Tiefe versteckt gelegenen Setischlucht. Neben diesem Hauptzentrum gibt es in verschiedenen Stadtteilen noch kleinere Zentren: im Norden im Stadtteil Bagar, im Süden zwischen Pritwi Chok und Srijana Chok, wo sich die Geschäfte eher auf „Hardware“ (Metallwaren) spezialisieren und im Osten, auf der anderen Setiseite in Ram Bazar.



Besuch bei einem Freund in Pokhara

         Naga Baba "Anand Giri" aus Narayan Sthan

Bevor die Pilgerreise los ging, besuchten die beiden Abenteurer noch einen langjährigen Freund aus Pokhara - Naga Baba "Anand Giri".

 

  Naga Sadhus/Babas sind eine besondere Gruppe von Shaivite Heiligen, die in den Himalaya-Höhlen wohnen und kommen, um die Zivilisation nur während der Kumbh Mela zu besuchen. Dies ist das einzige Ereignis, wenn diese asketischen Heiligen unter der allgemeinen indischen Bevölkerung zu sehen sind.

 

  Die Naga Sadhus haben einzigartige charakteristische Merkmale, Zeichnungen und Inspiration aus dem berühmten Hindu-Gott Shiva. Sie halten Anbetungen gekrönt mit menschlichen Schädeln. Ihre Körper sind in dicker Asche geschmiert und sie tragen schwere Coils von verfilzten Haaren auf dem Kopf. Diese Heiligen bleiben auch bei beißender Kälte völlig nackt.


Naga Sadhus rauchen Marihuana durch eine Pfeife namens Chillum oder Shiv Muli. Sie benutzen es als Werkzeug, um die weltliche Ablenkung zu vermeiden, haben aber selbst im berauschten Zustand Selbstkontrolle. Aber während sie im geistigen Leben vorankommen, verzichten sie auch auf Rausch.

 

  Die Naga Sadhus verzichten auf die materialistische Welt und üben Zölibat, um aus dem Zyklus von Geburt und Tod zu entkommen und an der Rettung teilzunehmen. Da sie zu der Shaivite Sekte gehören, haben sie verfilzte Haarlocken und ihre Körper sind von Asche wie Lord Shiva bedeckt.

 

  Die Naga Sadhus wurden von Dattatreya in alten Zeiten so gegründet, dass das Datum der Stiftung verloren ging. Die alte Periode war vielleicht ein Zeitalter, in dem die Menschen nie die Bedeutung der Zeit betonten. Shankaracharya war der erste, der die Nagas organisierte, um Sanatan Dharma (Hinduismus) zu schützen.


Der Ort, an dem die Naga Sadhus leben, heißt "Akharas". Das Mitglied eines "Akhara" sollte immer für einen intellektuellen Kampf und sogar für Ringen bereit sein.

 

  Die Naga Sadhus - ein Teil einer geheimnisvollen und geheimen Gesellschaft - sind Anbeter von Lord Shiva. Naga bedeutet "nackt" und daher sind sie bekannt als Naga Babas oder Warrior-Ascetics. Die selten erscheinen in der Öffentlichkeit und die Kumbh Mela ist eine jener seltenen öffentlichen Veranstaltungen.


Die Naga Babas sind eine Kriegerklasse und sind wie ein Regiment in einer Armee aufgestellt. Sie haben keine Angst vor dem Tod. Ihre Attribute sind der Dreizack, Schwert, Stock, Muschelschalen, andere Waffen und Musikinstrumente, die ihren Kriegerstatus widerspiegeln.

 

  Naga Sadhus werden oft missverstanden durch die westlichen Medien als Teil der indischen religiösen Gimmicks - sind der Inbegriff der Entsagung.

 

  Sie interessieren sich nicht, ob sie missverstanden werden oder die nackten heiligen Männer von Indien oder aschebeschmierte und nackte Hinduheilige nennen und auf dem Weg, den sie für das Leben geschworen haben, unerschütterlich gehen.



... von Pokhara nach Jomosom


J o m o s o m   2710m                          जोमसोम

Jomosom ist ein Dorf und ein Village Development Committee im oberen Kali-Gandaki-Tal in Nepal und liegt auf einer Höhe von 2770 m.

 

Jomsom ist der Hauptort des Distriktes Mustang und liegt am Annapurna Circuit. Der Ort besitzt einen Flugplatz, der von Pokhara aus angeflogen wird und daher häufig Ausgangs- oder Endpunkt für Trekkingtouren ist. Ebenfalls ist dort eine Ausbildungseinheit der Hochgebirgsjäger der nepalesischen Armee stationiert. Am südlichen Ortsende ist das Mustang Eco Museum mit einer Fotogalerie, einer Sammlung von örtlichen Kostümen und einer Bücherei zu finden. Seit 2008 führt eine unbefestigte Straße (für Jeeps und Motorräder befahrbar) von Pokhara nach Jomsom und weiter zur berühmten Pilgerstätte von Muktinath. Wenige Kilometer südlich liegt das Apfel- und Aprikosenanbaugebiet Nepals (Marpha, Tukuche).



... von Jomosom über Eklobhatti nach Kagbeni


K a g b e n i   2830m                        कागबेनी

Kagbeni (Nepali कागबेनी) ist ein Dorf und ein Village Development Committee im Distrikt Mustang im oberen Flusstal des Kali Gandaki.

 

Der Ort Kagbeni liegt am linken Ufer des Kali Gandaki auf einer Höhe von 2830 m an der Einmündung des Nebenflusses Jhong Khola. Der Ort liegt an der Straße vom knapp 10 km südlich gelegenen Jomsom zum 10 km östlich gelegenen Muktinath.

 

Bei der Volkszählung 2011 hatte Kagbeni 937 Einwohner (davon 461 Männer) in 274 Haushalten.



... von Kagbeni nach Jharkot


J h a r k o t   3550m                                                                 समिति

Hoch auf einem Bergrücken liegt das Bergdorf Jharkot. Die ehemalige Burg ist schon seit langer Zeit nicht mehr in Funktion und die Lehmmauern verfallen im Laufe der Jahrzehnte zu Ruinen, die wie verfaulte Zahnstümpfe mitten im Dorf hochragen. Ganz am Ende, schon fast über dem Abgrund, ragt das Kloster im leuchtenden Rot. Hier praktiziert ein Amchi, das heißt ein tibetischer Mönchsarzt, in der Schule für Medizin.



... von Jharkot nach Muktinath


M u k t i n a t h   3750m                                                   मुक्तिनाथ

Muktinath ist ein Dorf im Distrikt Mustang, dem ehemaligen Königreich Mustang, sowie ein dort befindlicher Wallfahrtsort in Zentral-Nepal.

 

Der VDC Muktinath erstreckt sich auf der östlichen Talseite des oberen Kali-Gandaki-Tals. Der Hauptort des VDC Muktinath ist das auf einer Höhe von 3790 m gelegene Ranipauwa. Der Wallfahrtsort Muktinath ist ein sowohl hinduistisches wie auch buddhistisches Heiligtum.

 

Der Ort liegt an einem der bekanntesten Wanderwege Nepals, dem Annapurna Circuit. Die ältesten Überreste von Wegen durch die Schlucht des Kali Gandaki, welche nach Muktinath führen, werden auf die Zeit um 1000 v. Chr. geschätzt, seither dürfte auch das Heiligtum besucht werden.

 

Man geht davon aus, das Muktinath schon seit über 3000 Jahren als Pilgerort besucht worden ist. Denn aus einer Erdspalte kommt dort sowohl Wasser wie Erdgas, welches in einer kleinen bläulichen Flamme brennt. Und mit diesem Naturwunder kommen auf die Elemente Erde, Wasser Feuer und Luft zusammen. Die Flamme brennt noch immer in dem Mebar Lhakang Gompa oder auch Jwala Mai Tempel genannt, welcher von den Muktinath Nonnen betreut wird und sich im südlichen Bereich des Tempelbezierks befindet.Die Flamme sieht allerdings manchmal nur noch wie das Flämmchen eines verlöschenden Feuerzeuges aus.

 

Die Häuser und die ganzen Lodgen befinden sich ca. 15 min weiter unten im Straßendorf Ranipauwa welche oft aus Bequemlichkeit ebenso Muktinath genannt wird

 

Es erhielt seinen Namen von dem großen weißen Pilgerhaus, welches ebenfalls die Königin Ende des 19ten Jahrhunderts gespendet hat Rani = Königin, Pauwa = Pilgerhaus für die vielen Pilger bauen ließ. Dieser Bau mit großem Innenhof dient jetzt unter anderem als Polizei Checkposten und man kann hineingehen. Für die indischen Pilger ist jetzt am südöstlichen Ende ein großes neues Pilgerhaus gebaut worden.



Tempelbezirk von Ranipauwa (bei Muktinath)

Nach Muktinath kommen viele hinduistische Pilger aus ganz Nepal und sogar aus Südindien. Zum Besuch gehört auch eine rituelle Reinigung mit dem Wasser, welches aus der heiligen Quelle entspringt. Kein Wunder, dass die beste Pilgerzeit im April ist, denn da ist es schon recht warm. Aber auch im Winter, wenn es kalt ist, lassen sich die Pilger nicht davon abhalten. selbst wenn die Eizapfen herunterhängen.

 

Im oberen Teil läuft eine Mauer um den Tempel, in dem aus 108 bronzenen Tierköpfen Wasser aus der heiligen Quelle läuft. 108 ist wiederum eine im Buddhismus relevante Zahl.

 

Weiter obern kommt man dann an die Vishnu Lokheswara Pagode welche im 18 Jahrhundert von der Königin Subarna Prabha gestiftet worden war. Im Norden ist sie von einer Mauerumringt, in die 108 Wasserspeier aus einer heiligen Quelle ihre Wasserstrahlen fließen lassen. Dies ist einer der beiden großen High Light im Tempelbezirk. In das innerer des Vishnutempel dürfen nur Hindus hinein, doch man kann sehr schön von außen hineinsehen und auch einige der Glocken zum Klingen bringen. Hierher kommen oft große Pilgergruppen aus Nepal oder Indien in ihren schönsten Feiertagskleidern.

 

108 Quellen, welche aus einer Wand entspringen, sind den Hindus heilig, während eine brennende Erdgasflamme, welche einer Quelle entspringt, den Buddhisten heilig ist. Die beiden Religionen koexistieren hier problemlos miteinander. Hinduistische Pilger aus aller Welt waschen ihre Sünden unter 108 heiligen Quellen ab.



Kloster Tharpa Choling

Das Kloster "Tharpa Choeling Nonneny" befindet sich in Muthinath, einer kleinen Stadt im Bezirk Mustang im Himalaya-Gebirge, die von den Ruinen des ehemaligen Klosters des 1. Shangpa Rinpoche erbaut wurde.

 

Derzeit gibt es etwa 40 Nonnen (Tibeter: Ani)  in diesem Kloster. Trotz der harten Lebensbedingungen halten die Nonnen ein einfaches und diszipliniertes Leben. Um diese Nonnen mit Bildungsmöglichkeiten zu versorgen, initiierte Shangpa Rinpoche den Bau einer Schule, die 2005 abgeschlossen wurde. Qualifizierte Lehrer werden eingestellt, um die Nonnen-Philosophie und andere grundlegende pädagogische Themen zu lehren.

 

Da sich das Nonnenkloster in einer ländlichen Gegend abseits der Stadt befindet, müssen für die Lehrer Wohn- und Aufenthaltskosten gezahlt werden. Diese werden zusammen mit einer Lehrerqualifikation, die den Qualifikationen des Lehrers entspricht, einen erheblichen Betrag erfordern.

 

Seit Dezember 2011 wird das Nonnenkloster vom KHCP - Karmapa's Healthcare Project unterstützt.

 (Stand 2011)



... von Muktinath über Jharkot, Kagbeni, Eklobhatti nach Jomosom

Text Quelle: Wikipedia Enzyklopädie

Karten: Google Maps

Bildmaterial von: Jürgen Sedlmayr

Aufnahmeort: Mustang/Nepal