Unterwegs mit Jürgen Sedlmayr

I s l a n d  3.1

photography    J ü r g e n   S e d l m a y r


Island 2012

EXPLORER HIGHLAND / 64° 9′ 0″ N, 21° 56′ 0″ W

 

Gletscher und Vulkane bei Feuer und Eis

Tosende Wasserfälle und blubbernde Schwefelquellen, bizarre Lavafelder und aufbrausende Geysire, spitze Aschekegel, nebelverhangene oder sonnen-durchflutete Fjorde, von zahllosen Vögeln bevölkerte Vulkaninseln, einsame Frostschuttebenen, frostige Gletscherkappen, karge Hochlandöde und reine, glasklare Luft, die an schönen Tagen den Blick bis zum Horizont freigibt: All das ist Island, das die zwei Abenteurer mit dem Land Rover in mehreren Wochen erkunden werden.

 

Hart am Polarkreis schmiegen sich bunte Häuschen an 1.000 m hohe Fjordflanken, im grünen Flachland liegen verträumte Kirchlein verstreut im saftigen Weidegebiete, grasen Tausende Pferde und Schafe. In jedem noch so kleinen Ort sind Künstler aufzuspüren, nicht zu reden von den versteinerten Trollen und den Elfen …

 

Das trotzige Ende der Welt“ ist ein Paradies für Wanderer, Bergsteiger, Angler, Vogelbeobachter. Die zwei Abenteurer möchten Vulkanflanken besteigen, schlammige Quellen besichtigen, geothermale Schwimmbäder und winzige natürliche Heißwasserpools genießen. Tausende von Kilometer werden die beiden Abenteurer quer durch die Insel aus „Feuer und Eis“ unterwegs sein.

 

Die Isländer sagen, sie leben an der Grenze der bewohnbaren Welt. Damit ist nicht die geographische Grenze zwischen den polaren und gemäßigten Breiten gemeint. Seit der Besiedlung des Landes vor 1100 Jahren sind die Isländer auch ständig verheerenden Naturgewalten und von der Wetterlage nicht unbedingt der Sonne ausgesetzt.

 

Jürgen Sedlmayr am schwarzen Strand bei Vík í Mýrdal

 

Unterwegs zum Laki-Krater


Als Entdecker Islands gilt der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson, der um 870 in Húsavík in Nordisland überwinterte und die Insel nach sich selbst Garðarsholmur (Gardarsholm) benannte. Nach den schriftlichen Quellen wurde Island im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert durch Auswanderer aus Norwegen und anderen skandinavischen Ländern sowie durch keltische Siedler bevölkert. Archäologisch ist jedoch eine frühere Besiedlung nachweisbar. Auf den Westmännerinseln wurden die Grundmauern eines typisch norwegischen Langhauses unterhalb einer Lavaschicht aus dem 7. Jahrhundert entdeckt.  Auf die Zeit um 900 reichen die deutsch-isländischen Beziehungen zurück.

 

Der nächste Entdecker Flóki Vilgerðarson fuhr aus, um mit Hilfe dreier Raben Garðarsholmur (Island) zu finden. Ein Bericht über diese ausgefallenen Navigationsmethoden findet sich im Landnámabók.

 

Die 336.060 Einwohner (Juni 2016) leben in dem am dünnsten besiedelten Land Europas. Über 60 Prozent der isländischen Bevölkerung konzentrieren sich auf die Hauptstadtregion von Reykjavík.

 

Geographisch gehört Island zu Nordeuropa, geologisch zu Europa und Nordamerika, geopolitisch zu den Nordischen Ländern und kulturell zu Nordwesteuropa. Der Inselstaat befindet sich südöstlich von Grönland. Nordöstlich liegt die Insel Jan Mayen, östlich befindet sich Norwegen, südöstlich liegen die Färöer, Großbritannien und Irland.

 

Zwischen Grönland und Island liegt die Dänemarkstraße. Nördlich von Island liegt die Grönlandsee, östlich das Europäische Nordmeer oder „Nordpolarmeer“, beides Nebenmeere des Arktischen Ozeans. Südlich beginnt der Nordatlantik. Der längste Fluss ist die Þjórsá mit 230 km. Die höchste Erhebung der Insel ist der Hvannadalshnúkur mit 2110 m. Die Küstenlänge beläuft sich auf rund 4.970 km.

 



 

Island 2012

EXPLORER HIGHLAND / 64° 9′ 0″ N, 21° 56′ 0″ W

 

1.Tour

Island 3.1

„Von Ost nach West“

 

2.Tour

Island 3.2

„West & Hochland“

3.Tour

Island 3.3

„Südküste & Norden“


 

EXPLORER HIGHLAND / 64° 9′ 0″ N, 21° 56′ 0″ W

Vorbereitungen & Anfahrt 

... von Ingenheim über Köln nach Hamburg, Hirtshals (Dänemark),

Torshavn (Färöer) bis nach Seyðisfjörður (Island)

 

Verpflegung für Island 2012

Verpflegung, Zelte, Kocher, etc.

Ausrüstung komplett

 

... verpacken der Ausrüstung

Zeitaufwand "PACKEN": 1 Tag



 

EXPLORER HIGHLAND / ISLAND 3.1

Die Ankunft mit der Fähre in Seyðisfjörður

 

Seyðisfjörður (deutsch „Fjord der Feuerstelle“) ist eine Stadt im Osten Islands in der Region Austurland. Sie liegt am Ende des gleichnamigen Fjords. Am 1. Januar 2014 hatte Seyðisfjörður 665 Einwohner.

 

Die Stadt ist der Anlaufhafen der Norröna, der einzigen Autofähre, die Island über die Färöer und Dänemark mit dem europäischen Festland verbindet. Sie verkehrt unter der Flagge der Färöer.

 

Die Passstraße über die Hochebene Fjarðarheiði führt in die nächstgelegene Stadt Egilsstaðir und zum Hringvegur (27 km).

 

In Seyðisfjörður endete das erste, 1906 verlegte Unterseetelefonkabel nach Island. Der Fjord war zudem im Zweiten Weltkrieg ein Marinestützpunkt der Alliierten und Ausgangs- oder Endpunkt einiger Nordmeergeleitzüge. Seyðisfjörður war die erste voll elektrifizierte Stadt Islands. Deshalb gibt es in ihr auch ein Technikmuseum.

 



Furten von Flüssen in Island

 

Furten stellen für den Offroad-Fahrer sicher die größte Herausforderung dar. Ein Fehlverhalten beim Durchqueren eines Flusses kann für Mensch und Fahrzeug fatale Folgen haben.

 

Fluss ist nicht gleich Fluss. Gerade auf Island müssen Offroad-Fahrer zwischen normalen Flüssen und Gletscherflüssen unterscheiden. Gletscherflüsse sind durch ihre milchige Färbung leicht zu identifizieren. Oft ist ihr Untergrund nur schwer bis gar nicht zu erkennen und ihre Tiefe nicht einschätzbar. Was jeder Fahrer außerdem wissen sollte: Durch das Schmelzwasser können Gletscherflüsse im Laufe des Tages unterschiedliche Wasserstände haben. In der Regel führen sie vormittags weniger Wasser, deshalb sollten Gletscherflüsse am besten morgens überquert werden.

 

Die meisten Flüsse sind aber auch mit „kleineren“, entsprechend ausgerüsteten, Allradfahrzeugen zu befahren. Ein Schnorchel darf allerdings nicht fehlen, ebenso wenig wie die Abdichtung der restlichen Luftansaugung zum Motor. Sicherungkästen sowie Motorsteuergeräte, falls vorhanden, sollten vor dem eintretenden Wasser geschützt werden. Das Motorsteuergerät kann entweder an eine höhere Stelle verlegt werden, in wasserdichte Kästen verpackt oder zumindest mit einem Feuchtigkeitsschutzspray wie Wetprotect geschützt werden. Weitere Kernfragen sind: Liegen Tankentlüftung, Achsentlüftungen und Abgasschlauch der Standheizung hoch genug?

 

Flussdurchquerungen

Tagtäglich passieren im Sommer viele Jeeps die Furten im isländischen  Hochland.  Auf  den  Pisten,  die  in  unserer  Karte  blau markiert  sind,  ist  das  unter  normalen  Umständen  kein  Problem.

Und doch können Flüsse in Island plötzlich anschwellen und eine Furt unpassierbar machen!

 

Bei manchen Furten ist der an sich schmale Fluss zu einem flachen, aber breiten Wasserbecken ausgefahren worden. Dieses Wasserbecken ist häufig in der Mitte vertieft – prüfen Sie, ob es nicht sicherer ist, hier halbkreisförmig am Rand des Beckens durchzufahren!

 



Skalafellsjökull & Breiðabunga

Der Skalafelljökull ist ein Gletscherarm des gigantischen Vatnajökull auf Island. Die Breiðabunga ist ein überwiegend gletscherbedeckter Vulkan, der sich im Süden des großen Gletscherschildes Vatnajökull in Island befindet.

 

Der Gletscherberg liegt etwa 25 km südwestlich der Stadt Höfn í Hornarfirði im Bezirk Austur-Skaftafellssýsla. Der Vulkan gehört zu der eigenständigen ruhenden Vulkanzone Öræfajökull - Snæfell. Zu dem Bergmassiv gehört der Berg Heinabergsfjöll (höchste Erhebung Ófærumúli, 1057 m).Bedeutendere Talgletscher, die von ihm in die Ebene hinunterreichen sind von Osten nach Westen Fláajökull, Heinabergsjökull und Skálafellsjökull, an dem die Gletscherhütte Jöklasel liegt (oberhalb von Smýrlabjörg). Bei der Breiðabunga sind in historischer Zeit keine Ausbrüche nachweisbar. Sie ist vermutlich erloschen.

 



Jökulsárlón

Der See Jökulsárlón (deutsch „Gletscherflusslagune“) ist der bekannteste und größte einer Reihe von Gletscherseen in Island. Er liegt am Südrand des Vatnajökull auf dem Breiðamerkursandur zwischen dem Skaftafell-Nationalpark und Höfn. Mit 248 Metern ist er der tiefste See Islands.

 

Der Jökulsárlón ist bekannt für die auf ihm treibenden Eisberge, die eine Höhe von bis zu 15 Meter erreichen. Sie lösten sich von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull ab.

 

Oft sind Farbunterschiede in den Eisbergen zu beobachten. Das Blau rührt von verschiedenen Kristallen im Eis und deren Reflexion her, das Schwarz von vulkanischer Asche. Am Ufer des Sees befinden sich zahlreiche Wanderwege. In den Monaten Juni und Juli nisten die Großen Raubmöwen (Skua) nahe dem Gletschersee. Weiterhin gibt es im Jökulsárlón Robben.

 



Laki-Krater

Die Laki-Krater liegen im Süden Islands in der Nähe der Ausbruchsspalte Eldgjá. Die Kraterreihe wird dem Vulkansystem der Grímsvötn zugerechnet. Dies wird unter anderem damit begründet, dass die Grímsvötn 1783 gleichzeitig mit den Laki-Kratern ausbrachen (von August 1783 mit Unterbrechungen bis ins Jahr 1785).

 

Zwischen den Gletschergebieten des Mýrdalsjökull und des Vatnajökull verläuft auf 50 km Länge das sogenannte „Streifenland“ mit zahlreichen von Südwesten nach Nordosten ausgerichteten Spalten. Die Gegend, zu der auch die Eldgjá gehört, ist bekannt für einige der gewaltigsten Vulkanausbrüche Islands. Deshalb hießen diese Bezirke im Volksmund auch eldhéröð (dt. „die Feuerbezirke“).

 

Bei der Kraterreihe selbst handelt es sich um ca. 130 bis 140 Schlackenkegel und Schweißschlackenkegel sowie zwei Tuffkegel, die sich über etwa 25 km in Südwest-Nordost-Richtung erstrecken und deren Ausrichtung in etwa parallel zum Grabenbruch der östlichen Vulkanzone Islands verläuft. Die Kraterreihe entstand während einer Ausbruchsserie im 18. Jahrhundert, die von 1783 bis 1784 andauerte. Weitere Ausbrüche aus der Kraterreihe hat es bisher nicht gegeben.

 

Unterwegs im Laki Gebiet



Naturschutzgebiet "Landmannalaugar"

↓ ↑  Zeltplatz bei Landmannalaugar

Landmannalaugar

Landmannalaugar ist ein Gebiet nahe dem Vulkan Hekla im Südwesten von Island. Es liegt in der Gemeinde Rangárþing ytra, 180 km östlich von Reykjavík. Der Name, deutsch die warmen Quellen der Leute von Land, erklärt sich einerseits aus den heißen und kalten Quellen vor Ort, andererseits aus der Tatsache, dass es sich um die Hochweiden der Leute aus dem Bezirk Landssveit handelt.

 

Die unter Naturschutz stehende Gegend gilt als eine der schönsten der Insel, was sie den zahlreichen vulkanischen Erscheinungen und den sehr farbigen Bergen zu verdanken hat.

 

Diese sind Auswirkungen der Nähe eines aktiven Zentralvulkans, des Torfajökull. Aus graublauem Pechstein besteht der Vulkan Bláhnjúkur. Rötlich-braune Hänge (Rhyolithgestein oder Quarztrachyt CaF2) sind am Vulkan Brennisteinsalda zufinden, die auch streckenweise wegen Schwefel- und Kalkausfällungen graue, bläuliche und weiße Farbgebungen zeigen. Grüne Moose und weiße Schneereste, die selbst im Hochsommer vorhanden sind, setzen weitere Farbakzente. Ein schwarz glänzendes Obsidianlavafeld, das Laugahraun, reicht von den Solfataren an der Brennisteinsalda bis zum Fluss, an dem eine Hütte des Isländischen Wandervereins steht und wo in einem dampfenden Bach gebadet werden kann.

 

In der Nähe von Landmannalaugar liegt der reizvolle See Frostastaðavatn, bis zu dem man auf markierten Wegen wandern kann. Weitere Wege führen von dort etwa nach Landmannahellir oder zum Krater Ljótipollur.

Berühmt ist der Trekkingweg Laugavegur, der von hier über Þórsmörk weiter bis nach Skógar an die Küste führt.

 

Weitere Wanderungen führen auf in Teilen steilen, markierten und ausgesetzten Pfaden auf den Aussichtsberg Bláhnjúkur.

Ein markierter, relativ leicht zu begehender Rundweg führt an seinem Fuße entlang durch die Schlucht Grænagil, auf das Lavafeld Laugahraun und an den Fumarolen und Schlammtöpfen beim Vulkan Brennisteinsalda vorbei über den Laugavegur wieder zurück nach Landmannalaugar.

 

Eine anspruchsvollere Rundwanderung führt von der Hütte in Landmannalaugar, über die Schlucht Litla Brandsgil, den Berg Skalli und an der Brennisteinsalda vorbei wieder nach Landmannalaugar zurück.

 


 

Island 2012

EXPLORER HIGHLAND / 64° 9′ 0″ N, 21° 56′ 0″ W

... von Seyðisfjörður über Höfn - Skalafellsjökull - Laki Krater bis nach Landmannalaugar

 


Askja

Bei der Askja handelt es sich um einen Vulkan nördlich des Vatnajökull in Island; er beherrscht als Zentralvulkan das ca. 200 km lange gleichnamige Vulkansystem.

 

Der Vulkan gehört inzwischen zum Vatnajökull-Nationalpark. Der Name des Vulkans bezieht sich auf das isländische Wort askja, das in allgemeiner Sprache „Schachtel“, in der Geologensprache jedoch „Caldera“ bedeutet.

 

In der nordischen Mythologie wird Askja hingegen gleichgesetzt mit Asgard, als Heimat der Asengötter und Hochsitz Odins.

 

Der Vulkan setzt sich aus mindestens drei ineinander verschachtelten Calderen (ca. 45 km²) zusammen, welche zusammen das Dyngjufjöll-Bergmassiv bilden.  In der Mitte der jüngsten, in der vulkanotektonischen Episode von 1875 entstandenen Caldera befindet sich der See Öskjuvatn, mit 220 m einer der tiefsten Seen Islands. Auch der kleinere, ebenfalls von einem See ausgefüllte Víti-Krater befindet sich in der Caldera. Die älteste belegte Calderenbildung fand um 8910 v. Chr. statt.

 

Die Askja erhebt sich bis zu 800 m über die sie umgebenden Hochebenen und erreicht am Þorvaldstindur, am Rand der Caldera in den Dyngjufjöll, eine Höhe von 1510 m.

 

Das Vulkansystem erstreckt sich vom Zentralvulkan Askja selbst, der in ca. 40 km Entfernung südwestlich vom Tafelvulkan Herðubreið und der Oase Herðubreiðarlindir liegt, über 150 km nach Norden bis zur Halbinsel Melrakkaslétta. Gleichzeitig reicht es noch ca. 30 km vom Zentralvulkan nach Süden.

 

Unterwegs zur Askja

Askja ist ein Vulkan nördlich des Vatnajökull



Der Dettifoss ist der leistungsstärkste Wasserfall Europas

Dettifoss

Der Dettifoss (isl. „stürzender Wasserfall“) ist der größte Wasserfall im Nordosten Islands und durch die Kombination aus Volumenfluss und Fallhöhe, knapp vor dem Rheinfall, der leistungsstärkste Wasserfall Europas.

 

Der Fluss Jökulsá á Fjöllum stürzt im Norden Islands, etwa 30 Kilometer vor der Mündung in den Arktischen Ozean, in die bis über 100 Meter tiefe Schlucht Jökulsárgljúfur. Die Wasserführung des Gletscherflusses beträgt im Jahresdurchschnitt 193 m³/s, schwankt allerdings jahreszeitlich.

 

Der Fluss entwässert den Nordteil des Gletschers Vatnajökull. Beim subglazialen Vulkan Kverkfjöll verlässt die Jökulsá á Fjöllum den Gletscher durch Eishöhlen.

 

Einen Kilometer nach der etwa zehn Meter hohen Stufe des Selfoss folgt der Dettifoss. Über eine Breite von etwa 100 Metern ergießen sich hier die grau-braunen Wassermassen über 45 Meter in die Tiefe und strömen dann circa zwei Kilometer weiter dem 27 Meter hohen Hafragilsfoss zu. Durchschnittlich setzen die Wassermassen am Dettifoss eine Leistung von etwa 85 Megawatt um.

 

Der Dettifoss kann auf der Westseite über eine neue Asphaltstraße (Route 862 – Dettifossvegur) sowie auf der Ostseite über eine ältere Schotterstraße (Route 864 – Hólsfjallavegur) erreicht werden.

 

Der Wasserfall liegt am Demantshringurinn (etwa diamantene Rundfahrt), einer bekannten Touristenroute um Húsavík und den See Mývatn in Nord-Island.

 


 

Island 2012

EXPLORER HIGHLAND / 64° 9′ 0″ N, 21° 56′ 0″ W

… von Landmannalaugar über Hagöngulon - Askja - Hverir - Krafla bis zum Dettifoss

 


Mývatn See

Der See Mývatn („Mückensee“) liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Skútustaðir im Nordosten Islands im Bereich des Krafla-Vulkansystems. Der See hat seinen Namen von den im Sommer teilweise sehr großen Mückenschwärmen, die jedoch Grundlage für den beachtlichen Fischreichtum und die vielfältige Entenpopulation sind. Es handelt sich dabei überwiegend um harmlose Zuckmücken, die nicht stechen, aber auch stechende Kriebelmücken kommen vor.

 

Es gibt im Sommer zwei Perioden von je etwa zwei Wochen, in denen die Zuckmücken regelrechte schwarze Säulen am Ufer des Sees bilden. Deswegen heißt diese Mückenart auf Isländisch auch Rykmý, die Staubmücke.

 

Der See liegt etwa 50 Kilometer südlich des Küstenortes Húsavík und weist eine Fläche von 37 km² auf. Er ist damit der viertgrößte See der Insel. Mit einer Höchsttiefe von 4,2 m ist er relativ flach, im Mittel sind es sogar nur 2,3 m. Bei einem Seespiegel von etwa 288 m ü. M. bilden die Anliegersiedlungen die höchsten ganzjährig bewohnten Gebiete Islands, was einen Hinweis auf die im Sommer günstige klimatische Lage des Sees gibt. Der Abfluss des Mývatn ist der Fluss Laxá í Aðaldal.

 

 



Solfataren und Fumarolen bei Námafjall

Námafjall (Solfataren und Fumarolen)

Der Námafjall (Bergwerksberg) (482 m) ist ein Bergrücken in Island im Mývatn-Gebiet. Es handelt sich hierbei um einen aktiven Vulkan, der zum Vulkansystem der Krafla gehört.

 

Der Vulkan ist bedeckt von Solfataren und Fumarolen. An seinem Fuß befinden sich ebenfalls sowohl auf der Westseite Richtung Reykjahlíð als auch auf seiner Ostseite Richtung Ódáðahraun und Möðrudalsöræfi Hochtemperaturgebiete.

 

Auf den Berg führen markierte Wanderwege. Vom Gipfel hat man eine gute Rundsicht, nicht nur über die Solfataren und Fumarolen der Gegend, sondern auch über den See Mývatn und die Wüste Möðrudalsöræfi.

 

Im Hochtemperaturgebiet auf der Westseite ist auch das kleine Geothermalkraftwerk Bjarnaflag zu finden, welches das erste Geothermalkraftwerk Islands war. Man erkennt es auch an dem intensiv türkisfarbigen Überlaufsee, in dem die Leute früher, als er weniger heiß war, noch badeten. Hinter der ebenfalls dampfenden Kraterkette Jarðbaðshólar liegt, ca. 2 km von Bjarnarflag entfernt, ein Freibad, das das heiße Wasser der Gegend nützt: Jarðböðin.

 

In dem Hochtemperaturgebiet gibt es Solfataren, also Stellen an denen Wasserdampf, Schwefelwasserstoff, elementarer Schwefel und andere Mineralien aus der Erde austreten. Es gibt dort zahlreiche langsam oder heftig kochende Schlammtümpel und Schlammtöpfe sowie Fumarolen verschiedenster Art.

 



Húsavík

Húsavík („Häuserbucht“) ist der größte Ort und Verwaltungssitz der isländischen Gemeinde Norðurþing und hat 2205 Einwohner (Stand: 1. Januar 2014). Húsavík liegt an der Skjálfandibucht. Östlich des Ortes liegt der Hausberg Húsavíks, der Húsavíkurfjall.

 

Der erste Wikinger, der sich nachgewiesenermaßen längere Zeit auf Island aufhielt - der Schwede Garðar Svavarson - überwinterte in Húsavik. Er benannte Island zunächst einmal nach sich, nämlich Garðarsholmur. Ein Denkmal bei der Húsavíker Schule erinnert an ihn.

 

Die ehemalige Stadtgemeinde Húsavík (isl. Húsavíkurbær, Gemeindenummer 6100, Flächengröße 269 km²) wurde im Juni 2006 mit den Landgemeinden Keldunes (Kelduneshreppur), Öxarfjörður (Öxarfjarðarhreppur) und Raufarhöfn (Raufarhafnarhreppur) zur neuen Gemeinde Norðurþing zusammengelegt. Im Jahr 2002 war die Landgemeinde Reykjahreppur nach Húsavíkurbær eingemeindet worden.

 

Von Húsavík aus kann man Walbeobachtungsfahrten unternehmen, bei denen man meist Buckelwale (aber auch Zwergwale, Schweinswale oder Blauwale) oder Delphine sieht. In der Nähe des Hafens befindet sich das Walmuseum in Húsavík, das vom Europäischen Walzentrum betrieben wird und durchweg dreisprachig (Isländisch, Englisch und Deutsch) ist.

 

 

Húsavík & Walbeobachtungsfahrten



Geothermalgebiet Hveravellir

Hveravellir bezeichnet sowohl einen Zentralvulkan unter dem Gletscher Langjökull im Westen von Island als auch das dazugehörige Geothermalgebiet. Es handelt sich hier um eines der beiden eindeutig bekannten und mit dem Gletscherschild Langjökull verknüpften Vulkansysteme.

 

Es befindet sich am Nordwestende der aktiven Vulkanzone Islands, die sich von der Reykjanes-Halbinsel nach Nordosten erstreckt. Die Vulkanzone macht hier einen Knick nach Osten Richtung Kerlingarfjöll und Hofsjökull. Der Zentralvulkan befindet sich in der nordöstlichen Hälfte des langgestreckten Gletscherschildes des Langjökull. Unter dem Eis entdeckte man eine Caldera.



Gullfoss

Der Gullfoss („Wasserfall“) ist ein Wasserfall des Flusses Hvítá (Ölfusá) im Haukadalur im Süden Islands. Der Fluss Hvítá bildet die Gemeindegrenze zwischen Hrunamannahreppur und Bláskógabyggð.

 

Der Wasserfall gehört mit Þingvellir und den benachbarten Geysiren zum sogenannten Gullni hringurinn (Golden Circle, dt. wörtlich: „Goldener Ring“ oder „Goldene Rundfahrt“) der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands.

 

Seine durchschnittliche Wasserführung beträgt etwa 109 m³/s, im Sommer etwa 130 m³/s. Der größte bisher gemessene Abfluss betrug 2000 m³/s. Der Wasserfall besteht aus zwei Stufen, von denen die erste 11 m und die zweite 21 m Höhe besitzt. Diese beiden Kaskaden stehen etwa rechtwinklig zueinander.

 

Von der zweiten Stufe stürzt das Wasser in eine Schlucht, die vom Wasserfall bis zur Verbreiterung zum Tal 2,5 km lang ist und eine Tiefe von 70 Metern erreicht. Die Wasser der Hvítá und nicht zuletzt die bisweilen auftretenden Gletscherläufe haben diese Schlucht seit der Eiszeit vor 10.000 Jahren um durchschnittlich 25 cm im Jahr ausgefräst.

 

Dass es diesen Wasserfall noch gibt, ist dem Einsatz von Sigríður Tómasdóttir vom nahegelegenen Hof Brattholt zu verdanken, die um 1920 gegen den Bau eines Elektrizitätswerks am Wasserfall anging. Eine englische Gesellschaft hatte den Wasserfall gepachtet, um einen Staudamm zu errichten und Elektrizität zu erzeugen. Nach jahrelangem Rechtsstreit mit Hilfe des Rechtsanwalts und späteren Präsidenten von Island Sveinn Björnsson, als alle Anstrengungen hoffnungslos erschienen und Sigríður mit dem Freitod in den Fluten drohte, konnte der Vertrag schließlich aufgrund einer zu spät gezahlten Pacht aufgelöst werden und ging schließlich zurück an den isländischen Staat. Daran erinnert eine Hinweistafel aus Stein in der Nähe des Wasserfalles.

 

Der Gullfoss Wasserfall besteht aus zwei Stufen

 

Die durchschnittliche Wasserführung beträgt etwa 109 m³/s



Dampf- und Wassersäule des Strokkur

Geysir Strokkur auf Island

 

Ein Geysir  ist eine heiße Quelle, die ihr Wasser in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen als Fontäne ausstößt. Einen solchen Ausbruch bezeichnet man als Eruption. Namensgebend für Geysire war der Große Geysir auf Island.

 

Der Strokkur  (deutsch: durchwirbeln, aufwühlen) ist ein Geysir in Island.

 

Der Geysir befindet sich neben dem nur noch selten ausbrechenden Großen Geysir im Heißwassertal Haukadalur auf dem Gemeindegebiet von Bláskógabyggð im Süden der Insel. Seine Ausbrüche erfolgen regelmäßig im Abstand von ca. 10 Minuten und manchmal bis zu dreimal kurz hintereinander. Die kochende Wassersäule des Strokkur erreicht eine Höhe von 25 bis 35 Meter.

 

Das Haukadalur mit seinen Geysiren gehört neben Þingvellir und dem Wasserfall Gullfoss zum Golden Circle, in dem sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Süden Islands befinden.

 



Bláa Lónið (Blaue Lagune)

Die Bláa Lónið (deutsch Blaue Lagune) ist ein Thermalfreibad bei Grindavík auf der Reykjanes-Halbinsel auf Island. Sie liegt nahe der Hauptstadt Reykjavík und dem internationalen Flughafen in Keflavík und ist eine Touristenattraktion in Südwest-Island.

 

Der See entstand als „Abfallprodukt“ des nahe gelegenen Geothermalkraftwerkes Svartsengi, das die Energie des gleichnamigen Vulkansystems nutzt. Dort wird ein Gemisch aus Meer- und Süßwasser aus einer Tiefe von etwa 2000 Meter, das in dieser Tiefe bis zu 240 °C heiß wird, zur Oberfläche gepumpt, wo es zur Stromerzeugung und zum Betrieb eines Fernwärmenetzes genutzt wird. Anschließend fließt es in das umliegende Lavafeld. So bildete sich dort ein Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe, die von Kieselalgen herrührt. Zuerst kam die lokale Bevölkerung auf die Idee, darin zu baden, bis schließlich das Thermalbad errichtet wurde. Dieses pumpt mittlerweile auch eigenes Thermalwasser aus der Erde. Einen besonderen Reiz hat das Baden in der Winterzeit.

 

Das Wasser im Thermalbad hat eine Temperatur von etwa 37 bis 42 °C und enthält Mineralsalze, Kieselerde und Algen. Der See hat eine Fläche von etwa 5000 Quadratmetern. Kieselsäure erzeugt die blaue Farbe: Sie reflektiert vor allem blaue Strahlen bei Sonnenschein.

 

Baden in diesem Wasser lindert anerkanntermaßen Psoriasis (Schuppenflechte) und andere Hautkrankheiten. Neben den Thermalbädern werden auch Saunen, Massagen und Dampfbäder angeboten sowie eine Reihe von Schönheitsprodukten aus den im Wasser enthaltenen Salzen und Algen hergestellt.

 

Thermalbad Bláa Lónið (Blaue Lagune) bei Grindavík


 

Island 2012

EXPLORER HIGHLAND / 64° 9′ 0″ N, 21° 56′ 0″ W

… vom Myvatn See über Námafjall - Husavik - Akureyri - Hveravellir - Gullvoss -

Geysir - Strandarkkirkja - Blaue Lagune bis nach Keflavik

 


Ausflugsziele "Top 30"

 

Ich werde häufig gebeten, Tipps für Aktivitäten und Ausflugsziele zu geben:

Hier sind meine persönlichen Top 30 der Unternehmungsmöglichkeiten in Island.

(von A-Z)

 

Askja

Bláa Lónið (Blaue Lagune)

Black Sand Beach (Vik)

Dettifoss

Gletscherlagune Jökulsárlón (East Region)

Golden Circle Route (Region Süd)

Gullfoss (Blaskogabyggd)

Hekla

Herðubreið

Kerlingarfjöll

Krafla Lava Fields (Lake Myvatn)

Laki-Krater

Landmannalaugar

Myvatn Nature Bath (Thermalbads „Jarðböð“)

Mývatn See

Námafjall (Lake Myvatn)

Papageitaucher auf Látrabjarg

Reykjadalur Hot Springs (Hveragerdi)

Reynisfjara Beach (Vik)

Seljalandsfoss (Region Süd)

 

Seljavallalaug (Schwimmbad)

Skaftafell-Nationalpark

Skogafoss (Skogar)

Snaefellsjökull

Snowmobile-Tour Mýrdalsjökull

Solheimajokull Glacier (Vik)

Stokksnes

Strokkur (Geysir)

Thingvellir National Park (Thingvellir)

Vatnajökull-Nationalpark



 

Aktivitäten & Aktivtouren in Island

 

Island ist berühmt für seine wunderschönen Landschaften, aber auch für eine Vielzahl von Abenteuer-Touren.

Kein Wunder, dass es manchmal nicht leicht ist, sich zwischen all diesen Möglichkeiten zu entscheiden.

 

Gletscherwanderungen

Eishöhlentouren

Jeep-Hochland-Touren

Super Jeep Gletschertouren

Höhlentouren

Schneemobiltouren

Super Jeep Touren

Wandertouren

ATV - Quad Touren

Buggy Touren

Reiten - Tagestouren

Reiten - Touren übers Land

Reiten - Hochland Touren

Reiten - Schaf- und Pferdeabtriebs-Touren

Walbeobachtungstouren

Helikopter-Touren

Flugzeug-Touren

Schnorcheln in der Silfra-Spalte im Thingvellir Nationalpark

Sporttauchen

 

Heiße Pools und warme Bäder

Rafting-Touren

Paragliding

Foto-Touren

Angeln-Touren

Boots- und Segeltouren

Rad- und Biking Touren

Motorsport Touren

Skitouren

Hundeschlitten Touren



Text Quelle: Wikipedia Enzyklopädie

Karten: Google Maps

Bildmaterial von: Jürgen Sedlmayr

Aufnahmeort: Island