Unterwegs mit Jürgen Sedlmayr

G r ö n l a n d

photography    J ü r g e n   S e d l m a y r


Grönland 1998 - In eisigen Welten

Im Schneesturm bei minus 28 Grad Celsius verzweifelt Trekkingtour abgebrochen. Acht Wochen lang war der Abenteuer-Fotograf Jürgen Sedlmayr auf einer Extrem-Tour in Grönland unterwegs, bei bis zu 28 Grad minus.

 

  Die Vorbereitungszeit für die Reise betrug 10 Monate. Dabei musste er alles genauestens einkalkulieren: schlechtes Wetter "Sturm und Schnee", unwegsames Gelände, Schwierigkeiten mit der Flugverbindung im Inland, Verpflegung, Sprachprobleme mit den Inuits, Eisbären und noch vieles mehr. Zusätzlich kam noch das Fotoequipment dazu - zwei Fotoapparate, drei Objektive, einem Stativ, einige Filter und insgesamt 130 Filmrollen.

 

 


In dieser Zeit legte der Reisefotograf fast 2200 Kilometer zu Fuß, mit Helikopter, Walfängerboot und mit einem Flugzeug zurück. Der Abenteurer, schleppte seinen Rucksack, voll beladen mit 38 Kilogramm Gepäck über die größte Insel der Welt. Gleich in der ersten Woche wollte Sedlmayr 180 Kilometer durch das Schneegebirge nach "Sisimiut" laufen. Am 7. Tag bei 28 Grad Minus, extremen Nebel und Schneesturm, brach er dann nach 2 Tagen im Zelt diese Tour ab und kehrte zurück nach "Kangerlussuaq".

 

  Mit den Einwohnern "den Inuits", war er jagen, aß mit ihnen Eisbär und rohe Seehundeleber und lebte teilweise in ihrem Zuhause. Sie und die "wunderschöne Landschaft" hielt der Abenteurer auf seine Filmrollen fest.

 

 

 


Grönland oder Kakkakiit Nunaat, "Land der Menschen", wie die Grönländer ihre Heimat nennen, am eisigen Ende und der Kontinent in der Arktis, wurde erst vor einigen Jahren für den Tourismus entdeckt.

 

  Seitdem lockt die großartige Kulisse der "Arktischen Natur" mit ihrem majestätischen Eiskolossen, schroffen Gebirge und tiefen Fjorden, aber auch geschützten grünen Tälern, jährlich mehr Besucher aus aller Welt an.

 

  Der Abenteurer Jürgen Sedlmayr, fand es eine der schönsten Touren, die er unternommen hat. Stolz berichtet er über seine Bilder, die er in Grönland geschossen hat. Sagenhaft fand er die vielen Gletscher, Fjorde, Wale, Seehunde und vor allem die Menschen dieses Landes, die Inuits.

 



Kakkakiit Nunaat

"Land der Menschen"

Die Anreise

von Düsseldorf nach Kangerlussuaq 

Die Tour

"Grönland - In eisigen Welten"



G r ö n l a n d

Grönland, auf Grönländisch Kalaallit Nunaat [kalaːɬit nunaːt]  – „Land der Kalaallit“ (nach dem größten ansässigen Volk), auf Dänisch Grønland [ˈgʀœnlanʔ] – „Grünland“, ist die größte Insel der Erde und wird geologisch zum arktischen Nordamerika gezählt.

 

Aus politischer Sicht ist es ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Das Land hat, abgesehen von der Antarktis, die geringste Bevölkerungsdichte der Welt.

 

Grönland reicht von 59° 46′ nördlicher Breite (Kap Farvel) bis 83° 40′ nördlicher Breite (Kaffeklubben-Insel bei Kap Morris Jesup) und ist 2650 km lang. Die Breite beträgt maximal 1200 km von Kap Alexander im Westen bis Nordostrundingen im Osten. Grönlands Nordküste ist mit 710 km Abstand die dem Nordpol am nächsten gelegene größere zusammenhängende Landmasse.

 

Grönland hat überaus große Eisvorkommen. Der bis 3400 m mächtige, durchschnittlich 2000 m starke Grönländische Eisschild bewegt sich an den Küsten zum Meer und lässt oft Eisberge von mehreren Kilometern Länge entstehen.

 

Grönländer (Kalaallit, Singular: Kalaaleq) ist im rechtlichen Sinne jeder dänische Staatsbürger mit Wohnsitz in Grönland. Dies sind die meisten der rund 56.000 Bewohner Grönlands.

 

Aus grönländischer Sicht werden nur jene 88 % der Bevölkerung Grönländer genannt, die vorwiegend von den Ureinwohnern (einer Untergruppe der Inuit) abstammen und in der Regel die grönländische Sprache (Dialekt der Inuit-Sprache Inuktitut) sprechen (jedoch nicht ihren Wohnsitz in Grönland unterhalten müssen). In der Literatur bezieht sich die Bezeichnung Grönländer in der Regel auf diese ethnische Sicht.

 



Kangerlussuaq

Kangerlussuaq (veraltet auch Kangerdlugssuaq, dänisch Søndre Strømfjord) ist ein Ort in Grönland mit 513 Einwohnern (Stand 2012).

 

Der Ort liegt in etwa auf Höhe des Polarkreises am Ende des ca. 170 km langen Fjords gleichen Namens, der „langer Fjord“ bedeutet, an der Westküste Grönlands.

 

Kangerlussuaq hat einen eigenen internationalen Flughafen, den Flughafen Kangerlussuaq, früher Søndre Strømfjord Airport. Air Greenland führt von hieraus Direktflüge nach Kopenhagen, sowie viele Transferflüge ins Inland aus. Die Flugzeit nach Dänemark beträgt circa 04:30h. Kangerlussuaq ist Ausgangs- oder Endpunkt des sogenannten Arctic Circle Trails, der zur Westküste nach Sisimiut führt.

Das Inlandeis ist ca. 25 km von Kangerlussuaq entfernt.



Sisimiut

Sisimiut (dänisch Holsteinsborg) ist mit einer Bevölkerungszahl von 5572 (Stand 2015)die zweitgrößte Stadt Grönlands. Sisimiut liegt an der Westküste Grönlands, etwa 100 Kilometer nördlich des Polarkreises und auf halbem Weg zwischen Nuuk und der Disko-Bucht. Insgesamt lebt in der bevölkerungsreichen Region um Nuuk, Disko-Bucht, Sisimiut und Upernavik mehr als die Hälfte der grönländischen Bevölkerung.

 

Die Stadt liegt wie die meisten Städte Grönlands auf einer dem Inlandeis vorgelagerten Halbinsel. Dahinter thront der Hausberg der Stadt, der Nasaasaaq, der mit 784 Metern Höhe einen Riegel zwischen der Stadt und dem Rest der Halbinsel bildet.

 

Die Stadt ist Endpunkt (häufigere Gehrichtung) oder Anfangspunkt des in der Trekkingszene bekannten Arctic Circle Trails. Dieser durchmisst in Ost-West-Richtung auf 180 Kilometern den eisfreien grönländische Küstenstreifen an der Stelle seiner größten Breite zwischen Sisimiut und Kangerlussuaq mit seinem internationalen Flughafen.



Qepertarsuaq

Qeqertarsuaq (dänisch Godhavn) ist eine Stadt auf der Insel Disko in Grönland mit 871 Einwohnern (Stand 2015). Der Ort Qeqertarsuaq liegt auf dem südlichen Teil der Insel Disko. Der Name bedeutet „große Insel“. Tatsächlich handelt es sich um die größte Insel an der grönländischen Küste. Der Ort wurde 1773 von dem Walfänger Svend Sandgreen gegründet.

 

Der Walfang hatte während der letzten beiden Jahrhunderte eine große Bedeutung für den Ort. Jagd und Fischerei sind noch heute die Haupterwerbsquellen für die Bewohner der Siedlung. Die Bedeutung des Walfangs kommt auch im Wappen der Gemeinde zum Ausdruck, das einen Grönlandwal unter dem Polarlicht zeigt.

 

In dieser Gegend entdeckten Forscher 1999 einen „galoppierenden“ Gletscher, der sich mit bis zu 100 Metern am Tage bewegt. Im Sommer kann man bei Qeqertarsuaq in etwa 800 Metern Höhe auf dem Berg hinter dem Ort im Schein der Mitternachtssonne eine Hundeschlittenfahrt auf dem Inlandeis unternehmen. Nach dem Aufstieg zum Gipfel des Berges hat man Aussicht über die Diskobucht und die Eisberge bei Ilulissat in 100 Kilometer Entfernung. Bei Qeqertarsuaq befindet sich außerdem die Arktisk Station.

 

Neben einem geschützten Naturhafen verfügt die Siedlung über einen Heliport. Bis zur Gründung der Qaasuitsup Kommunia 2009 hatte Qeqertarsuaq den Status einer eigenständigen Gemeinde mit 1055 Einwohnern (Stand 2007). Im Hauptort lebten 1013, in der zur Gemeinde gehörenden Siedlung Kangerluk (am Diskofjord, 30 Kilometer nordwestlich von Qeqertarsuaq) 42 Menschen. Daneben gab es noch die heute verlassene Siedlung Qullissat an der Nordküste der Disko-Insel, knapp 100 Kilometer nördlich.

 



Ilulisaat

Ilulissat (grönl. für „Eisberge“, dän.: Jakobshavn) ist mit 4491 Einwohnern (Stand 2015) die drittgrößte Stadt Grönlands. Die Kommune liegt in Westgrönland am Ostufer der Disko-Bucht.

Ilulissat ist berühmt für den Ilulissat-Eisfjord, ein UNESCO-Weltnaturerbe.

 

Jakobshavn wurde zwei Kilometer nördlich von Sermermiut, der mit 250 Einwohnern damals größten Inuit-Siedlung Grönlands, gegründet. 1741 errichtete Jacob Severin die erste Niederlassung. Bekanntester Einwohner Ilulissats war der Polarforscher Knud Rasmussen, der in vielen Expeditionen die Arktis erkundete und für den Zusammenhalt und ein neues Selbstbewusstsein der Inuit eintrat.

 

Bis zur Gründung der Kommune Qaasuitsup Kommunia 2009 war es Hauptort der eigenständigen Gemeinde Ilulissat mit insgesamt 4996 Einwohnern (Stand 2007), von denen 4512 in der Stadt lebten. Die übrigen Einwohner verteilten sich auf die Siedlungen Ilimanaq, Oqaatsut, Qeqertaq und Saqqaq.

 

Ilulissat liegt rund zwei Kilometer nördlich von der Mündung des Ilulissat-Eisfjords (Jakobshavn Isfjord). An seinem Ursprung liegt der Jakobshavn Isbræ, der schnellste Gletscher der Welt. Täglich schiebt er sich bis zu 22 m nach Westen. Dabei brechen riesige Eisberge ab, die mehrere Kilometer lang und bis zu 1000 Meter hoch sein können. Sie ragen bis zu 150 m aus dem Wasser. Mit dem Tidenstrom schwimmen sie im Fjord hin und her, bis sie über die Isfjeldsbanken, eine Untiefe von weniger als 300 m geschoben werden. Größere Eisberge stranden und zerbrechen dort.

Der Fjord wurde 2004 durch die UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.



Kulusuk / Ammassalik

Kulusuk (dänisch: Kap Dan) ist eine 242 Einwohner (Stand 2015) zählende Siedlung nahe bei Tasiilaq in Ost-Grönland auf der gleichnamigen Insel rund 10 Kilometer südöstlich der Ammassalik-Insel am östlichen Eingang des Ammassalik-Fjords.

 

Er ist zudem ein zentraler Ort für den Flugverkehr von Island, Nuuk und Kangerlussuaq. Der Flughafen Kulusuk besitzt eine 1200 Meter lange Start- und Landebahn aus Sand und Vulkanasche und wird von Militärflugzeugen genutzt. Im Sommerhalbjahr gibt es mehrmals in der Woche eine Flugverbindung (Flugzeit: 2 Stunden) zwischen Island (Reykjavík, Stadtflughafen) und Kulusuk. Die Flugverbindung wird gerne von Tagestouristen für einen Kurzbesuch in Grönland genutzt. Zwischen 1959 und 1991 befand sich auch eine US-amerikanische Radarstation in Kulusuk. In der Nähe des Flugfeldes an der befestigten Straße zur Siedlung Kulusuk gibt es das kleine Hotel Kulusuk mit 34 Zimmern. In Kulusuk gibt es einen Supermarkt, ein Postamt, ein Bade- und Waschhaus und eine Kirche.

 

Die Umgebung ist bekannt für zahlreiche Eisbären, die im Winter über das Eis kommen und von der Bevölkerung gejagt werden, sowie für die berühmte Schnitzkunst der Inuit (Masken, Tupilaks). Vor der Gründung der Kommune Sermersooq 2009 gehörte die Siedlung zur Gemeinde Ammassalik.

 

Tasiilaq (grönländisch), Ammassalik (dänisch, veraltete Schreibweise Angmagssalik), ist mit einer Bevölkerungszahl von 2093 Einwohnern (Stand 2015) der größte Ort im östlichen Grönland. Tasiilaq liegt im Süden der Ammassalik-Insel an der Westseite des Kong Oscars Havn, eines gut acht Kilometer langen Fjordes, und wird umgeben vom ostgrönländischen Gebirge und zweigeteilt von einem Fluss. Die Lage an dem als besonders still geltenden Fjord führte zum Namen „Tasiilaq“, der „wie ein ruhiger See“ bedeutet.



Die Qualität der Bilder/Fotos lässt sehr zu wünschen übrig.

Alle Aufnahmen wurden abgescannt mit einer Auflösung von 2500 dpi von dem Filmtyp „Positiv 135“.


Die Ausrüstung

... von Düsseldorf über Copenhagen, Kangerlussuaq, Sisimiut, Aasiaat, Qeqertarsuaq, Ilulisaat,Kangerlussuaq, Kulusuk, Ammassalik, Kulusuk bis nach Reykjavik (Island)

Text Quelle: Wikipedia Enzyklopädie

Karten: Google Maps

Bildmaterial von: Jürgen Sedlmayr

Aufnahmeort: Grönland